• Date: Juni 5, 2026
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Der Kern des Problems

Der DFB-Pokal ist nicht mehr nur ein Fußball-Event, er ist ein Medien-Märchen, ein Geldmagnet und gleichzeitig ein Zankapfel für Sender und Rechteinhaber. Hier geht es um Milliarden, um Werbebudgets und um den Kampf um die Zuschauerherzen. Und genau das ist das Problem: Die bisherige Verteilung der TV-Rechte ist ein Flickenteppich aus alten Verträgen, die kaum noch zur heutigen Streaming-Welt passen.

Warum die alten Deals nicht mehr passen

Manche Verträge stammen aus der Ära, als das Fernsehen noch in Schwarz-Weiß lief. Heute streamt die Jugend auf Smartphones, während die Klassiker im Wohnzimmer noch auf Kabel hängen. Die alten Rechte-Pakete sind deshalb zu starr, zu teuer und zu unflexibel. Die Folge: Sender zahlen zu viel für ein Produkt, das nicht mehr die gleiche Reichweite hat.

Der aktuelle Markt – wer zahlt was?

Ein Blick auf die Zahlen: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steckt immer tiefer in die Tasche, während private Player wie Sky oder DAZN mit hybriden Modellen experimentieren. Hier zeigt sich das eigentliche Ungleichgewicht – die Geldströme fließen zu den alten Giganten, während die neuen Player nur zaghafte Anteile bekommen. Das Ergebnis: Der DFB-Pokal verliert an Innovationskraft, weil die Geldgeber nicht bereit sind, Risiken einzugehen.

Was die Clubs wirklich brauchen

Die Vereine wollen mehr Sichtbarkeit, mehr Fan-Engagement und vor allem mehr Einnahmen aus den TV-Rechten. Der aktuelle Rahmen lässt das kaum zu. Wenn man das Spiel nicht live im TV sehen kann, streamt man es auf YouTube, TikTok oder Instagram – und das kostet die Clubs nichts, aber die Sender verlieren Werbe-Revenue. Hier entsteht ein Paradoxon: Mehr Reichweite, aber weniger Geld für die Akteure.

Der Deal, der alles ändern könnte

Hier ist die Lösung: Ein flexibles, modulbasiertes Rechte-Modell, das sowohl lineares Fernsehen als auch Streaming abdeckt. Statt langer, unveränderlicher Verträge sollten Mini-Deals für einzelne Runden oder Highlights abgeschlossen werden. Das gibt den Sendern die Möglichkeit, gezielt zu investieren, und den Clubs die Chance, ihre Marke zu pushen.

Wie das konkret aussehen kann

Stellen Sie sich vor, die TV-Rechte werden in drei Schichten aufgeteilt: Primär-Broadcast für das Finale, Second-Screen-Streaming für die Halbfinals und Social-Clip-Rights für die Highlights. Jeder Teil wird separat versteigert, jeder Interessent zahlt nur für das, was er wirklich nutzt. Das erhöht die Konkurrenz, senkt die Preise und sorgt für mehr Transparenz.

Ein Blick auf das, was bereits passiert

Einige europäische Ligen haben das bereits ausprobiert. Dort fließen die Einnahmen in die Clubs, die Fan-Erfahrung verbessert sich und die Medienlandschaft wird dynamischer. Das ist keine Theorie, das ist Praxis. Und genau das ist das Argument, das Sie dem DFB vorlegen sollten.

Der nächste Schritt für den DFB

Hier ist der Deal: Der DFB muss sofort eine Arbeitsgruppe einsetzen, die die bestehenden Verträge prüft, die Markttrends analysiert und ein neues, flexibles Modell entwickelt. Ohne diesen Schritt bleibt das alte System ein Relikt, das die Zukunft des Pokals gefährdet. Und hier ist, warum das jetzt brennt – weil jede Saison, die verpasst wird, ein Geldverlust von Millionen ist.

Ihr Handlungsaufruf

Setzen Sie sich mit den Medienpartnern zusammen, fordern Sie einen offenen Verhandlungsprozess und starten Sie die Umstellung noch vor der nächsten Saison. Die Zeit zum Handeln ist jetzt, nicht morgen.

Weiterführende Infos

Mehr Details zur aktuellen Diskussion finden Sie bei dfb pokal tv rechte.